Train the Intercultural Trainer. Workshops für die Multiplikatoren
der Integrationsarbeit
1.Beschreibung
Bürgerschaftliches Engagement spielt eine wichtige Rolle in der Integration.
Um die Integrationsarbeit vor
Ort zu unterstützen, bieten wir Workshops für die Multiplikatoren
der Integrationsarbeit, die selbst Integrationsmaßnahmen durchführen
und hierzu noch Professionalisierungs- und Qualifizierungs-bedarf
haben. Unsere Schulung zielt darauf ab, die kulturellen Kompetenzen
der Teilnehmer und die Führungskompetenz für interkulturell schwer
interpretierbare Situationen zu erweitern. Wir möchten diejenigen
unterstützen, die bereits die Integrationsarbeit leisten oder sich
selbst als Multiplikatoren im Integrationsprozess einbringen wollen.
Interkulturelles Training fördert in erster Linie Fähigkeiten zum
Umgang mit Menschen. Es hat aber auch immer Auswirkungen auf das Bewusstsein
für eigene kulturelle Prägungen und eigene kulturelle Identität. Wir
wollen zur Völkerverständigung beitragen indem wir die interkulturellen
Kompetenzen fördern und das Zusammenarbeiten von Menschen unterschiedlicher
Kulturen unterstützen.
2. Ziele
Unsere "Train the Intercultural Trainer" Workshops sind
Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich interkultureller Kompetenz zur
Verbesserung der Situation im Bildungs-, Berufs-, Beratungs- und Behandlungsbereich
in der Arbeit von und mit Migrant(inn)en. Wir wollen aber nicht nur
interkulturelle Kompetenzen vermitteln, sondern die Leute die Integrationsarbeit
leisten ausbilden, damit sie selbst bewusster und souveräner agieren
können und so ihr Wissen an andere weiter vermitteln können. Wir bieten
erfahrenen Multiplikatoren, ein Forum für die Professionalisierung
interkultureller Trainingskompetenzen. Die Teilnehmer bekommen ein
methodisches Rüstzeug. Neben dem Theorie- und Methodenkoffer werden
konkrete Trainingsbausteine mit realen Formulierungen aus der Praxis
mitsamt ihrer dazugehörigen Visualisierungen vorgestellt.
Es ist für uns von großer Bedeutung, dass unsere Teilnehmer erkennen,
dass die Klischee-vorstellungen, unterschiedliche Reaktionen und Verhaltensweisen
jeweils in einer bestimmten Kultur ihre Wurzeln haben und dass dies
enorme Konsequenzen für die Integrationsarbeit haben könnte. Wir wollen
unseren Teilnehmern zeigen, wie sie mit diesen Unterschieden kreativ
und effizient umgehen können. Das weitere Ziel besteht in der Vermittlung
von psychologischen Prinzipien der Gruppendynamik, insbesondere in
einem multikulturellen Team und in der Beratung in konkreten interkulturellen
Situationen.
3. Methodik
Unsere Trainings sind als interaktive Seminare konzipiert. Ihr Schwerpunkt
liegt auf eigenem Engagement
der Teilnehmer. Neben klassischen Lehrformen wie Vorlesung und Präsentation
werden auch folgende modernere Methoden genutzt, wie Video- und Audio-Aufnahmen,
Tests, Simulationsspiele, Fallbeispielanalyse, Einzel- und Gruppenübungen,
Podium- und Panel-diskussionen. Darüber hinaus beinhalten Schulungen
auch Entspannungs- und Relaxübungen sowie energetisierende und entspannende
Körperübungen.
4. Ort
und Zeitrahmen
Die Dauer unserer Schulungsreihe umfasst zwei 2-Tage-Trainings mit
8 UE á 45 Min. Training finden in Berlin
von 09:00 bis 16:00 an den folgenden Terminen statt.
Termin
I 5-6.12.2011 (Montag-Dienstag)
Termin II 12.-13.12.2011 (Montag-Dienstag)
Robert-Tillmanns-Haus e.V.
An der Rehwiese 30, 14129 Berlin
Tel. +49.30.803-66-02
Fax: +49.30.803-97-59 info@rth-berlin.de
Aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
gefördert vom Bundesministerium des Innern (BMI).
Die Teilnahme ist kostenlos.
5. Programm
Erster Tag 1. Einstieg- Kennen lernen, TN Erwartungen 2. Kommunikationstheorie und Praxis - Wie baue ich
das Thema: "Kommunikation" in das interkulturelle Training
ein? Wie viel Theorie ist notwendig? Welche Transfermethoden gibt
es? 3. Kultur und Kulturmodelle - Welche Theorie und
wie viel ist in interkulturellen Trainings gefragt? Welche Kulturmodelle
gibt es? Wie gehe ich mit den Stereotypen und Vorurteilen um? 4. Länderspezifisches Wissen gekonnt vermitteln durch
wirkungsvolle Methoden, lustige Spiele und effektive Techniken. 5. Metastunde - Offene Fragen und Antworten über
Trainingsgestaltung. Ein "heißer Stuhl" für den Trainer,
der bereit ist, ALLES aus seiner Trainer-Küche zu verraten. Zweiter Tag 1. Einstieg - Präsentation des TN-Portofolios. Lerntagebuch:
Aufbau, Anwendungen, Refleksion. 2. Case Study - Am zweitem Tag werden wirkungsvolle
Methoden in interkulturellen Trainings dargestellt und ausprobiert.
Die Contrast-Culture Methode wird ausführlich präsentiert und aktiv
geübt. 3. Filmarbeit mit Video-Feedback, Selbstreflektionsübungen
und verschiedene Simulationsspiele werden praktiziert. 4. Abschlussevaluation in Theorie und Praxis - Welche
Methoden gibt es, um die TN nicht mit standardisierten Fragebögen
zu langweilen und trotzdem einen Überblick zu bekommen.